Aktuelles

Schöpfung und Erschöpfung


Vernissage zur Ausstellung der Haimhauser Künstlerin Irene Horst im Innenhof der Genezareth-Kirche

Fast genau vor einem Jahr lernte Pfarrerin Manuela Urbansky die Künstlerin Irene Horst kennen, als sie deren Ehemann bestattete. Aus dem traurigen Anlass entwickelte sich etwas sehr Positives und Fruchtbares: Urbansky kam in Kontakt mit dem künstlerischen Schaffen von Frau Horst. Der Eindruck der Arbeiten hallte so intensiv nach, dass die Idee entstand, Frau Horsts Werke in einer Ausstellung in der Kirchengemeinde den Menschen in Unterschleißheim und Umgebung zugänglich zu machen. Die 82jährige Künstlerin selbst, die Kunsthistorikerin Sandra Nägele (Kirchenvorstandsmitglied) und Pfarrerin Urbansky machten sich mit viel Elan und Kreativität an die Umsetzung des Plans. Irene Horsts bevorzugtes Material zur Umsetzung ihrer Inspiration in Kunst ist der Ton. Wie von selbst bot sich der malerische Innenhof bei der Genezareth-Kirche als Ausstellungort an. Hier können die Kunstwerke ihre volle und atemberaubende Wirkung entfalten. Umgeben von einer Art Kreuzgang, an dessen Balken sich blühende Kletterrosen winden, sind die Kunstwerke vor allem in der zum Himmel geöffneten Mitte des Innenhofs angeordnet. Horsts Werke beschäftigen sich überwiegend mit dem respektlosen, ja grausamen Umgang der Menschen mit der Umwelt und auch miteinander. Gerade in dem idyllischen Ambiente „sprechen“ die Kunstwerke Horsts besonders deutlich. Irene Horst will, nach eigenen Aussagen, die Menschen wachrütteln, sie zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Dieser Intention kann man sich hier kaum entziehen.
Eröffnet wurde die Ausstellung mit einer kurzen Andacht von Pfarrerin Urbansky. umrahmt von viel Musik - einer bunten Mischung aus Klassik und Weltmusik (an der Orgel und E-Klavier: Charles Muchingile). Die Laudatio auf Frau Horst hielt ihre Tochter, Frau Anne-Birte Kraus. Diese schilderte den Werdegang ihrer Mutter als Künstlerin, die trotz Familienarbeit, vielen Ortswechseln und anderen Pflichten noch ausreichend Energie aufbrachte, den steinigen Weg zu einer reifen Kunstschaffenden zu bewältigen. Wieviel Elan und künstlerische Kraft Horst auch heute noch besitzt, war später im persönlichen Gespräch mit der Künstlerin in der Ausstellung zu erleben und zu spüren. Frau Horsts Ausführungen, wie sie zu den einzelnen Kunstwerken inspiriert wurde und wie diese entstanden, zogen in Bann und in Gedankenstrudel. Der persönlichen Konfrontation mit den dargestellten Konflikten konnte man nicht ausweichen
Nutzen Sie die Möglichkeit, die Ausstellung zu erleben. Sie ist geöffnet am:
Samstag, 17.7., 15-18 Uhr/Sonntag, 18.7., nach dem Gottesdienst bis 13 Uhr + 15-18 Uhr
Freitag, 23.7., 18-20 Uhr/Samstag, 24.7., 15-18 Uhr/Sonntag, 25.7., nach dem Gottesdienst bis 13 Uhr + 15-18 Uhr. Die Künstlerin ist während der Öffnungszeiten vielfach anwesend und gerne zu einem Gespräch bereit.
Nachlese: Zu unserer großen Freude wird Frau Horsts Kunst, dank einer großzügigen Schenkung, auch nach der Zeit der Ausstellung dauerhaft in der Kirchengemeinde präsent sein. Die Installation „Schöpfung und Erschöpfung“, die natürlich auch in der Ausstellung zu sehen ist, hat die Künstlerin der evang. Kirchengemeinde Unterschleißheim übereignet. Ein herzliches Dankeschön an die Künstlerin!

Unsere Jugend kann endlich wieder aktiv sein

Kino in der Kirche
Bildrechte: Ines Hütter

Nachdem selbstverständlich auch bei unserer Jugendarbeit in den letzten Monaten keine Treffen mögich waren, ist es seit kurzem endlich wieder erlaubt. Das haben unsere Jugendlichen auch gerne genutzt. Die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Austausch ist groß. Am 26.5. trafen sie sich in der Trinitatiskirche in Oberschleißheim zu einem Film-Abend. "Es war soooo schön, es hat sich angefühlt wie in einem echten Kino 🙂"

In den Pfingstferien rief die Evangelische Jugend München eine besondere Aktion ins Leben. Es sollte möglichst an allen Ferientagen eine Aktion stattfinden, die Jugendlichen Spaß bereitet. So haben sich einige Kirchengemeinden aus München Stadt und Land nach gemeinsamer Absprache jeweils ein besonderes Tagesprogramm ausgedacht.

Unsere Jugendmitarbeiterin Ines Hütter berichtet begeistert vom Ausflug zum Blomberg:
Mein Wunsch war es schon lange, mit Jugendlichen den Blomberg hoch zu wandern, und ganz oben auf dem Gipfel Bayerns höchsten Kletterwald zu bezwingen. Die Stunde hinauf zu wandern dürfte kein Problem werden, meiner Erfahrung nach ist in den zeitlichen Vorgaben immer etwas Luft nach oben, und nach untern geht es eh immer fast wie von allein.
Die Resonanz war groß und innerhalb kürzester Zeit hatte ich einen bunt durcheinander gewürfelten Haufen Jugendlicher mit dabei. Junge Erwachsene aus München, Jugendleiter aus Garching, frisch konfirmierte Unterschleißheimer und auch Oberschleißheimer waren mit dabei. 15 höchst motivierte junge Menschen bewiesen an dem Tag ein enormes Durchhaltevermögen.

Kletterwald
Bildrechte: Ines Hütter

Nachdem wir den Bus nur knapp verpassten, der uns zur Blombergbahn fahren sollte, wurde unsere Geduld auf die Probe gestellt. Endlich angekommen, hat sich herausgestellt, dass die angegebene Stunde Wanderzeit eher den geübteren Wanderern galt und ich konnte wieder einmal gerührt feststellen, wie unglaublich wichtig andere Jugendleiter für mich sind. Diese haben mit einer Engelsgeduld den langsameren gut zugeredet, gesungen und sie liebevoll den Berg hochgepeitscht. Sätze wie „nur noch EINE Kurve“ oder „ich sehe schon das Ende“ haben mich an unsere eigene Zeit mit den Kindern in den Bergen erinnert.   
Natürlich waren aber alle Strapazen im Kletterwald sofort vergessen!
 Der Abstieg war ähnlich anstrengend. Auch dort verpassten wir den Bus zum Bahnhof nur knapp. Die Ankunft war spät.
Aber alle waren sich einig: Es war ein tolles Erlebnis und beim nächsten Event sind alle wieder mit dabei. Ich kann es kaum erwarten 😊
Für Interessierte lohnt sich ein Blick auf ejm-anmeldung.de, wo es viele Angebote für Kinder und Jugendliche gibt. Aber auch ich werde immer wieder von mir hören lassen.

 

 

Pfingsten 2021

Impressionen vom Pfingstfest 2021 finden Sie hier.


Ostern 2021

Impressionen vom Osterfest 2021 finden Sie hier.


Palmsonntagsjubel im Doppelpack

Gleich zwei Mal hintereinander fand der diesjährige Familiengottesdienst zu Palmsonntag in der Genezareth-Kirche statt. So konnten alle Familien, die kommen wollten, auch kommen und trotzdem entsprach alles den Coronaregeln. Gerne nahmen die Gemeindemitglieder das Angebot an. Beide Gottesdienste waren gut besucht.


Natürlich stand der Einzug Jesu in Jerusalem im Mittelpunkt des Geschehens! Nach durchdringendem Trompetensignal „ritt“ Andi Huber als Jesus auf einem schmucken Stecken-Esel durch den Mittelgang der Kirche. Sein Einzug war Teil eines fröhlichen Anspiels, in dem eine sehr kompetente Fernsehmoderatorin (Sandra Nägele) das Geschehen kommentierte und anwesende Zuschauer des Einzugs, wie z.B. eine Frau (Carmen Deffner), ein Pharisäer (Pfrin. Manuela Urbansky), einen Soldaten (Birgit Huber) und einen Händler (Maren Köhler) interviewte. Die Geschichte in die Jetzt-Zeit zu verlegen und mit kleinen tagesaktuellen Anspielungen zu bestücken, machte sowohl dem Team als auch den Gottesdienstbesuchern riesigen Spaß. So verkaufte der Händler z.B. fritierte Heuschrecken „to go“ und die Moderatorin brillierte mit einem Bonmot nach dem anderen. Pfarrerin Manuela Urbansky bettete die Spielszene geschickt in die Liturgie und ihre Kurzpredigt ein. Grundthema war hier, dass Jesus kein König ist, wie man sich einen König vorstellt, keine Machtinsignien besitzt, sondern mit ganz anderen Eigenschaften aufwartet. Anhand von Gegenständen wie einem gebastelten Zepter oder einem Reichsapfel aus Goldpapier, die dann gegen Symbole, die Jesu tatsächliche Eigenschaften darstellen, ausgetauscht wurden, veranschaulichte Urbansky ihre Ausführungen.


Die passende Musik zum Gottesdienst lieferte das Bläserensemble 3+2. Die jungen Musiker brachten weiteren Schwung ins Gottesdienstgeschehen. Nach dem Gottesdienst hatten die Besucher noch die Gelegenheit, am Kirchausgang Palmbuschen mit zu nehmen. Insgesamt ein sehr positiver Auftakt der zweiten Karwoche in Zeiten der Corona-Pandemie!

Sanierung des Kirchturms abgeschlossen!

Seit Anfang Dezember war es für aufmerksame UnterschleißheimerInnen sichtbar – der Turm der Genezareth-Kirche hat ein neues, ein strahlend-glänzendes Dach! Die Reparatur und Erneuerung des Kirchturmdaches war notwendig, nachdem dort Sturmschäden festgestellt wurden. Während des Sommers wurde das Dach provisorisch gesichert, im Spätherbst erfolgte die Sanierung. Da der Turm schon mal eingerüstet war, nutzte man die Gelegenheit, um diesen auch neu zu streichen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – bis in die Ferne ist das neue Kupferdach des Kirchturms sichtbar. Die anfallenden Kosten wurden nur zum Teil durch die Versicherung gedeckt, so dass die Kirchengemeinde noch eine erkleckliche Summe zu schultern hat. Ein finanzieller Zuschuss von 12.000 Euro durch die Stadt Unterschleißheim erleichtert die Finanzsituation erheblich. Die beiden Pfarrerinnen Mirjam Pfeiffer und Manuela Urbansky und der Kirchenvorstand danken dem Stadtrat herzlich für diese großzügige Unterstützung. Ebenso gibt es dankenswerterweise einen Zuschuss vom Dekanat und Prodekanat München. Trotzdem verbleibt der Kirchengemeinde ein nicht geringer Anteil an Kosten. Wenn Sie sich daran beteiligen wollen, freuen wir uns auf eine Spende auf folgendes Konto: Evang.-Luth. Kirchengemeinde Unterschleißheim/ Raiffeisenbank München-Nord/ IBAN: DE52 7016 9465 0102 5955 67/BIC: GENODEF1M08, (weitere Infos zu Spenden, Spendenquittung etc. finden Sie hier.