Aktuelles

Predigt über Heilungsgeschichte mit Praxisbezug

Gottesdienst mit Übersetzung in die Gebärdensprache

Der Predigttext zum dritten Augustsonntag steht im 7. Kapitel des Markus-Evangeliums und berichtet davon, wie Jesus einen Gehörlosen heilt. Dies war der Anlass für Lektor Andreas Mann, der diesen Gottesdienst in der evang. Kirchengemeinde Unterschleißheim gestaltete, eine Gebärdensprachdolmetscherin einzuladen. Frau Regine Nosske, Kommunikationsexpertin mit Kenntnissen in Gebärdensprache, nahm sich Zeit und begleitete den Gottesdienst mit Gebärdensprache. Die Gottesdienstbesucher erlebten die Predigt und die gesamte Liturgie quasi zweisprachig: gesprochen und in Gebärdensprache. Auch wenn die wenigsten der Anwesenden der Gebärdensprache mächtig waren, bestimmte diesen Gottesdienst eine besondere Atmosphäre. Man konnte infolge der simultanen „Übersetzung“ sehen, wie auch relativ Abstraktes in Gebärden und Gesten ausgedrückt werden kann. Eine Übertragung in Gebärdensprache stellt auch große Anforderungen an den jeweiligen Sprecher. Man hat laut, deutlich und langsam zu reden, damit er dem Gebärdensprachdolmetscher nicht enteilt. Zudem erreichte die „Übersetzung“ für Gehörlose auch, dass die Zuhörer einen viel engeren Bezug zum Predigtthema bekamen. Irgendwie war es leichter sich in die Situation des Gehörlosen in der Jesusgeschichte hineinzuversetzen und zu verstehen, was die Heilung für ihn bedeutete. Andreas Manns Predigt, in der Inklusion und das Zusammenleben der Menschen im Mittelpunkt standen, verstärkte diesen Brückenschlag. So hautnah und intensiv kommt man einem Predigttext nicht immer nahe. So wurde der Gottesdienst mitten in den Sommerferien zu einem Erlebnis.

Better together


Fröhlicher Jugendgottesdienst mit Einführung Jugendreferentin Ines Hütter

Vor ziemlich genau einem Jahr wurde Diakon Herbert Wasner, der bis dahin verantwortlich war für die Jugendarbeit in Ober- und Unterschleißheim, in den Ruhestand verabschiedet. Am 01.08. wurde Ines Hütter als Jugendreferentin für Ober- und Unterschleißheim, d.h. für die Jugend Schleißheim, als seine Nachfolgerin in der Genezareth-Kirche im Rahmen eines sehr fröhlichen und beschwingten Jugendgottesdienstes eingeführt. Ines Hütter war bisher für die Jugendarbeit in Garching zuständig. Ihre Stundenzahl wurde erhöht, so dass sie nun zusätzlich die Jugend Schleißheim betreut. Wie sehr sich die Jugendlichen von Ober- und Unterschleißheim freuen, nun endlich wieder jemand zu haben, der mit ihnen gemeinsam dafür sorgt, dass die Kirchengemeinde auch für junge Leute attraktiv ist, das war in dem fast ausgelassenen Gottesdienst zu spüren. Dekan Felix Reuter übernahm den offiziellen Einführungsteil. Die Pfarrerinnen Martina Buck und Manuela Urbansky zeigten sich für die Liturgie verantwortlich. Aber das Herzstück des Gottesdienstes, die Predigt und Ansprache und vor allem die Musik - das alles gestalteten Ines Hütter und die Jugendlichen selbst. Als Thema wählten sie die Geschichte von Noah mit der Arche. So konnten die Gottesdienstbesucher in einer Art Hörspiel-Collage erfahren, wie den einzelnen Tiere zumute war, als sie wochenlang in der mit der Arche auf dem Meer umherirrten. Die dabei erhaltenen Einblicke in das Seelenleben der Arche-Touristen waren wirklich bemerkenswert und nicht unbedingt zu erwarten. Es gab viel Anlass zum Schmunzeln, laut Auflachen. Die Jugendband der Garchinger Gemeinde sorgte zusätzlich dafür, dass eine heitere und fröhliche Atmosphäre in der Kirche entstand. Richtig ausgelassen wurde es dann am Ende des sich an den Gottesdienst anschließenden Grußwortteils, als die Jugendlichen den schwungvollen. Noah-Song, der zuvor auch im Gottesdienst zu hören war,  mit neuem Text zum Besten gaben. So wurde der Noah-Song zum vielbejubelten „Ines-Song“. Ein fröhlicher und vielversprechender Einstand der neuen Jugendreferentin, der eines deutlich machte: Ines Hütter und die Jugendlichen sprühen vor Begeisterung und Energie. In der Jugendarbeit wird sich spürbar was tun!

Schöpfung und Erschöpfung


Vernissage zur Ausstellung der Haimhauser Künstlerin Irene Horst im Innenhof der Genezareth-Kirche

Fast genau vor einem Jahr lernte Pfarrerin Manuela Urbansky die Künstlerin Irene Horst kennen, als sie deren Ehemann bestattete. Aus dem traurigen Anlass entwickelte sich etwas sehr Positives und Fruchtbares: Urbansky kam in Kontakt mit dem künstlerischen Schaffen von Frau Horst. Der Eindruck der Arbeiten hallte so intensiv nach, dass die Idee entstand, Frau Horsts Werke in einer Ausstellung in der Kirchengemeinde den Menschen in Unterschleißheim und Umgebung zugänglich zu machen. Die 82jährige Künstlerin selbst, die Kunsthistorikerin Sandra Nägele (Kirchenvorstandsmitglied) und Pfarrerin Urbansky machten sich mit viel Elan und Kreativität an die Umsetzung des Plans. Irene Horsts bevorzugtes Material zur Umsetzung ihrer Inspiration in Kunst ist der Ton. Wie von selbst bot sich der malerische Innenhof bei der Genezareth-Kirche als Ausstellungort an. Hier können die Kunstwerke ihre volle und atemberaubende Wirkung entfalten. Umgeben von einer Art Kreuzgang, an dessen Balken sich blühende Kletterrosen winden, sind die Kunstwerke vor allem in der zum Himmel geöffneten Mitte des Innenhofs angeordnet. Horsts Werke beschäftigen sich überwiegend mit dem respektlosen, ja grausamen Umgang der Menschen mit der Umwelt und auch miteinander. Gerade in dem idyllischen Ambiente „sprechen“ die Kunstwerke Horsts besonders deutlich. Irene Horst will, nach eigenen Aussagen, die Menschen wachrütteln, sie zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Dieser Intention kann man sich hier kaum entziehen.
Eröffnet wurde die Ausstellung mit einer kurzen Andacht von Pfarrerin Urbansky. umrahmt von viel Musik - einer bunten Mischung aus Klassik und Weltmusik (an der Orgel und E-Klavier: Charles Muchingile). Die Laudatio auf Frau Horst hielt ihre Tochter, Frau Anne-Birte Kraus. Diese schilderte den Werdegang ihrer Mutter als Künstlerin, die trotz Familienarbeit, vielen Ortswechseln und anderen Pflichten noch ausreichend Energie aufbrachte, den steinigen Weg zu einer reifen Kunstschaffenden zu bewältigen. Wieviel Elan und künstlerische Kraft Horst auch heute noch besitzt, war später im persönlichen Gespräch mit der Künstlerin in der Ausstellung zu erleben und zu spüren. Frau Horsts Ausführungen, wie sie zu den einzelnen Kunstwerken inspiriert wurde und wie diese entstanden, zogen in Bann und in Gedankenstrudel. Der persönlichen Konfrontation mit den dargestellten Konflikten konnte man nicht ausweichen
Nutzen Sie die Möglichkeit, die Ausstellung zu erleben. Sie ist geöffnet am:
Samstag, 17.7., 15-18 Uhr/Sonntag, 18.7., nach dem Gottesdienst bis 13 Uhr + 15-18 Uhr
Freitag, 23.7., 18-20 Uhr/Samstag, 24.7., 15-18 Uhr/Sonntag, 25.7., nach dem Gottesdienst bis 13 Uhr + 15-18 Uhr. Die Künstlerin ist während der Öffnungszeiten vielfach anwesend und gerne zu einem Gespräch bereit.
Nachlese: Zu unserer großen Freude wird Frau Horsts Kunst, dank einer großzügigen Schenkung, auch nach der Zeit der Ausstellung dauerhaft in der Kirchengemeinde präsent sein. Die Installation „Schöpfung und Erschöpfung“, die natürlich auch in der Ausstellung zu sehen ist, hat die Künstlerin der evang. Kirchengemeinde Unterschleißheim übereignet. Ein herzliches Dankeschön an die Künstlerin!

Unsere Jugend kann endlich wieder aktiv sein

Kino in der Kirche
Bildrechte: Ines Hütter

Nachdem selbstverständlich auch bei unserer Jugendarbeit in den letzten Monaten keine Treffen mögich waren, ist es seit kurzem endlich wieder erlaubt. Das haben unsere Jugendlichen auch gerne genutzt. Die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Austausch ist groß. Am 26.5. trafen sie sich in der Trinitatiskirche in Oberschleißheim zu einem Film-Abend. "Es war soooo schön, es hat sich angefühlt wie in einem echten Kino 🙂"

In den Pfingstferien rief die Evangelische Jugend München eine besondere Aktion ins Leben. Es sollte möglichst an allen Ferientagen eine Aktion stattfinden, die Jugendlichen Spaß bereitet. So haben sich einige Kirchengemeinden aus München Stadt und Land nach gemeinsamer Absprache jeweils ein besonderes Tagesprogramm ausgedacht.

Unsere Jugendmitarbeiterin Ines Hütter berichtet begeistert vom Ausflug zum Blomberg:
Mein Wunsch war es schon lange, mit Jugendlichen den Blomberg hoch zu wandern, und ganz oben auf dem Gipfel Bayerns höchsten Kletterwald zu bezwingen. Die Stunde hinauf zu wandern dürfte kein Problem werden, meiner Erfahrung nach ist in den zeitlichen Vorgaben immer etwas Luft nach oben, und nach untern geht es eh immer fast wie von allein.
Die Resonanz war groß und innerhalb kürzester Zeit hatte ich einen bunt durcheinander gewürfelten Haufen Jugendlicher mit dabei. Junge Erwachsene aus München, Jugendleiter aus Garching, frisch konfirmierte Unterschleißheimer und auch Oberschleißheimer waren mit dabei. 15 höchst motivierte junge Menschen bewiesen an dem Tag ein enormes Durchhaltevermögen.

Kletterwald
Bildrechte: Ines Hütter

Nachdem wir den Bus nur knapp verpassten, der uns zur Blombergbahn fahren sollte, wurde unsere Geduld auf die Probe gestellt. Endlich angekommen, hat sich herausgestellt, dass die angegebene Stunde Wanderzeit eher den geübteren Wanderern galt und ich konnte wieder einmal gerührt feststellen, wie unglaublich wichtig andere Jugendleiter für mich sind. Diese haben mit einer Engelsgeduld den langsameren gut zugeredet, gesungen und sie liebevoll den Berg hochgepeitscht. Sätze wie „nur noch EINE Kurve“ oder „ich sehe schon das Ende“ haben mich an unsere eigene Zeit mit den Kindern in den Bergen erinnert.   
Natürlich waren aber alle Strapazen im Kletterwald sofort vergessen!
 Der Abstieg war ähnlich anstrengend. Auch dort verpassten wir den Bus zum Bahnhof nur knapp. Die Ankunft war spät.
Aber alle waren sich einig: Es war ein tolles Erlebnis und beim nächsten Event sind alle wieder mit dabei. Ich kann es kaum erwarten 😊
Für Interessierte lohnt sich ein Blick auf ejm-anmeldung.de, wo es viele Angebote für Kinder und Jugendliche gibt. Aber auch ich werde immer wieder von mir hören lassen.

 

 

Sanierung des Kirchturms abgeschlossen!

Seit Anfang Dezember war es für aufmerksame UnterschleißheimerInnen sichtbar – der Turm der Genezareth-Kirche hat ein neues, ein strahlend-glänzendes Dach! Die Reparatur und Erneuerung des Kirchturmdaches war notwendig, nachdem dort Sturmschäden festgestellt wurden. Während des Sommers wurde das Dach provisorisch gesichert, im Spätherbst erfolgte die Sanierung. Da der Turm schon mal eingerüstet war, nutzte man die Gelegenheit, um diesen auch neu zu streichen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – bis in die Ferne ist das neue Kupferdach des Kirchturms sichtbar. Die anfallenden Kosten wurden nur zum Teil durch die Versicherung gedeckt, so dass die Kirchengemeinde noch eine erkleckliche Summe zu schultern hat. Ein finanzieller Zuschuss von 12.000 Euro durch die Stadt Unterschleißheim erleichtert die Finanzsituation erheblich. Die beiden Pfarrerinnen Mirjam Pfeiffer und Manuela Urbansky und der Kirchenvorstand danken dem Stadtrat herzlich für diese großzügige Unterstützung. Ebenso gibt es dankenswerterweise einen Zuschuss vom Dekanat und Prodekanat München. Trotzdem verbleibt der Kirchengemeinde ein nicht geringer Anteil an Kosten. Wenn Sie sich daran beteiligen wollen, freuen wir uns auf eine Spende auf folgendes Konto: Evang.-Luth. Kirchengemeinde Unterschleißheim/ Raiffeisenbank München-Nord/ IBAN: DE52 7016 9465 0102 5955 67/BIC: GENODEF1M08, (weitere Infos zu Spenden, Spendenquittung etc. finden Sie hier.