Weihnachten

Fröhliche Weihnachten in der ganzen Gemeinde!

Vorbereitet und geplant waren Gottesdienste und Aktionen für das Weihnachtsfest 2021 schon länger. Doch dann kam alles anders! Warum wohl? – Kein Kommentar! Aber gut zwei Jahre Pandemie haben uns gelehrt flexibel umzuswitchen oder gut zu improvisieren. Dazu noch die Energie von zwei sehr engagierten Pfarrerinnen. So klappte vieles doch und gelang allen Widrigkeiten zum Trotz.

Weihnachten im Haus am Valentinspark

Für die Senioren im Haus am Valentinspark konnte wegen der Infektionsgefahr kein gemeinsamer Weihnachtsgottesdienst stattfinden. Aber die Bewohner des Seniorenheims bekamen trotzdem ihre Weihnachtsüberraschung und entsprechenden Zuspruch. Pfarrerin Manuela Urbansky von der evang. Kirchengemeinde und Pastoralreferent Florian Wolters vom kathol. Pfarrverband St. Ulrich - St. Korbinian machten sich mit einem gut gefüllten Korb und einem hohen Stapel Weihnachtskarten mit Grüßen von Kindern der 4. Klasse der Michael-Ende-Grundschule auf, um die Senioren zu besuchen. Die Idee, Karten für die Senioren zu basteln und zu schreiben hatte die Viertklässlerin Ida Horn. Ihre Lehrerin Frau Smieskol nahm die Idee sofort auf. So entstanden liebevoll gestaltete Karten mit netten Texten, die die beiden Geistlichen an die Senioren verteilen konnten. Zudem bekam jeder der Seniorenheimbewohner „eine Wundertüte“ mit weihnachtlichen Überraschungen, u.a. ein hübsch dekoriertes Schächtelchen, dem sich eine „Krippe to go“ versteckte. Viele fleißigen Hände hatten diese Schachteln fabriziert. So fand Weihnachten im Seniorenheim auf seine Weise statt und die Freude war groß.

Krippenweg Engel und Hirten

Auch die Familien mit Kindern, ebenso wie etliche Paare und Jugendliche kamen am Nachmittag des Heiligen Abends beim Krippenweg vom Maria-Magdalena-Haus zur Genezareth-Kirche auf ihre Kosten. Auf dem gut einen Kilometer langen Weg kamen sie an insgesamt 6 Stationen vorbei, in denen jeweils eine Episode der Weihnachtsgeschichte erlebt werden konnte. Pfarrerin Urbansky schickte die Familientrupps nach und nach am Maria-Magdalena-Haus, wo die Verkündigungsszene gespielt wurde, auf den Weg. Dann ging es vorbei an den frierenden Hirten, die sich am Feuer wärmten, an den drei Weisen, die dem Stern folgten, an der Herbergssuche, wo Maria und Josef vergeblich an die Türen klopften, an den Hirten, denen der Engel die Botschaft verkündete, bis zur Genezareth-Kirche wo Pfarrerin Pfeiffer die Krippenwegwanderer mit Maria und Josef im Stall empfing. Unterstützung erhielten die zahlreichen jungen Protagonisten (Grundschulkinder und Jugendliche übernahmen die schauspielerisches Darbietung mit viel Bravour) von Mitgliedern der Stadtkapelle Unterschleißheim, die mit weihnachtlicher Musik für die passende Atmosphäre sorgten und auch zum Singen animierten. Trotzdem, dass man von oben her ziemlich nass wurde, machten sich über 200 Menschen auf den Weg und die Darbietenden und Musiker hielten eineinhalb Stunden aus.

Weihnachten ToGo

Auch die Haimhauser Familien wurden mit einer Weihnachtsüberraschung bedacht. Pfarrerin Urbansky deponierte am Rathaus-Eingang eine große Kiste, gefüllt mit Weihnachten-to-go-Tüten, in denen man diverse Accessoires für ein gelungenes Weihnachtsfest vorfand.

Leider mussten der spätnachmittägliche Familiengottesdienst und die Christvesper um 18 Uhr in der Genezareth-Kirche unter 3-G-Bedingungen mit Anmeldung stattfinden. Die zunächst im Kirchgarten geplanten Freiluft-Gottesdienste vereitelte der beständige Regen. Trotzdem gelang es Pfarrerin Pfeiffer, den beiden Gottesdiensten das Weihnachtsflair zu geben, das die Anwesenden sich wünschten. Das Gleiche brachte Pfarrerin Urbansky bei zwei Gottesdiensten in der Haimhauser Schlosskapelle zuwege, die um 16.30 Uhr und 18 Uhr stattfanden. Hier sorgte die Haimhauser Dorfmusik für den passenden musikalischen Rahmen.

Den Abschluss des Heiligen Abends bildete die um 23 Uhr stattfindende Christmette in der Genezareth-Kirche. In einer Predigt zum Lied „Ich steh an Deiner Krippen hier“ gelang Pfarrerin Urbansky und Lektorin Köhler ein eher meditativer Gottesdienst, begleitet von den Bläsern der Stadtkapelle Unterschleißheim. Der sonst übliche Punschausschank nach der Christmette fiel coronabedingt aus.

Lieder und Geschichten unterm Christbaum

Am 1. Feiertag konnte man im Maria-Magdalena-Haus am frühen Abend in einer Andacht in besonderem Format Weihnachtsstimmung tanken. Im Schein der Lichter des Christbaums und Kerzen in vielen Laternchen bereiteten Pfarrerin Pfeiffer und Team unter dem Motto „Singen und Geschichten unterm Weihnachtsbaum“ einen bunten Strauß an Liedern und Texten vor, die mal auf amüsante Weise oder eher nachdenklich mit Weihnachten in Zusammenhang standen. Absolutes Highlight war eine Art Text-Klang-Collage, die Pfeiffer zusammen mit dem Pianisten Andreas Lübke zu einer Geschichte von Christina Brudereck mit dem Titel „Stern über Bethlehem“ kreierte. Ein moderner, überraschender Text, der eine unerwartete Interpretation der Geschichte des Sterns von Bethlehem lieferte und zusammen mit der Musik eine intensive Wirkung bekam. Ein Gottesdienst-Erlebnis der ganz eigenen Art!

Den Abschluss der Weihnachtsgottesdienste bildeten die beiden Festgottesdienste in der Schlosskapelle Haimhausen sowie in der Genezareth-Kirche mit Pfarrerin Martina Buck.

Corona zum Trotz – Weihnachten fand in der evangelischen Kirchengemeinde in vielfältiger Weise statt!